Jägerskind Wald-Tagebuch
Magazin für Familien
Über die Verlegerin

Wie aus einer Idee am Hochsitz ein kleiner Verlag wurde

Eine kleine Verlagsgeschichte zwischen Wald, Frühstückstisch und drei Kindern.

Anna Große mit ihrer Jagdhündin Asta im Abendlicht auf einer Wiese
Anna Große · Jägerskind

— Anna

Ich bin Anna Große, Jägerin, Mutter von drei Kindern, Ehefrau und Grundschullehrerin. Diese Rollen gehören für mich zusammen, denn sie prägen meinen Blick auf Natur, Verantwortung und Kinder.

Als

Jägerin

Verantwortung vor dem Tier, dem Wald und dem Lebensmittel.

Als

Mutter

Nähe, klare Worte und Fragen zulassen, wenn sie kommen.

Als

Grundschullehrerin

Bilder, Wiederholung, Beziehung – Kinder verstehen viel.

Die Idee

Sie entstand nicht am Schreibtisch.

Die Idee zu meinem ersten Buch entstand nicht an einem Schreibtisch, sondern draußen. Auf dem Hochsitz, im Wald, in einem dieser stillen Momente, in denen man wartet, beobachtet und den Gedanken Raum gibt.

Damals merkte ich, wie schwer es ist, Jagd für Kinder ehrlich zu erzählen. Nicht zu hart, nicht beschönigend, nicht als Abenteuer mit Gewehr. Sondern so, wie Kinder es brauchen: klar, warm und verständlich.

Aus diesem Gedanken entstand „Mit Mama auf Jagd".

„Mit Mama auf Jagd"

Ein Buch, das Kinder mit in den Wald nimmt, ohne sie zu überfordern.

Eine Mutter zeigt ihrem Kind, was es draußen zu sehen gibt: Spuren, Geräusche, Wildtiere, Regeln, Stille und Verantwortung. Kein Lehrbuch. Eine Geschichte, die Nähe schafft und Fragen zulässt.

Aus dem Hochsitz-Tagebuch

Ich wollte ein Buch schreiben, das Kinder mit in den Wald nimmt, ohne sie zu überfordern. Ein Buch, in dem eine Mutter ihrem Kind zeigt, was es draußen zu sehen gibt: Spuren, Geräusche, Wildtiere, Regeln, Stille und Verantwortung. Es sollte kein Buch werden, das Jagd erklärt wie ein Lehrbuch. Es sollte eine Geschichte sein, die Nähe schafft und Fragen zulässt.

Als Mutter kenne ich diese Fragen gut. Kinder fragen direkt.

Kinder fragen direkt.

  • Warum wird ein Reh gegessen?
  • Warum darf man ein Kitz nicht anfassen?
  • Warum muss der Hund an die Leine?
  • Warum seid ihr manchmal so lange still?
Als Grundschullehrerin

weiß ich, dass Kinder keine langen Vorträge brauchen. Sie lernen durch Bilder, Wiederholung, Beziehung und klare Worte. Sie verstehen mehr, als wir Erwachsenen ihnen oft zutrauen, wenn wir ihnen die richtigen Bilder und Begriffe geben.

Als Jägerin

ist mir wichtig, dass Jagd nicht verniedlicht wird. Jagd bedeutet Verantwortung. Vor dem Tier, vor dem Wald, vor dem Lebensmittel und vor der Entscheidung, die man trifft oder bewusst nicht trifft. Gerade diese leisen Seiten der Jagd wollte ich sichtbar machen.

Der kleine Verlag

So wurde aus dem Buch der Anfang von Jägerskind.

So wurde aus „Mit Mama auf Jagd" der Anfang von Jägerskind, einem kleinen Verlag für kindgerechte Jagd- und Naturbildung.

Ich habe schnell gemerkt, dass es vielen Familien ähnlich geht. Sie möchten ihren Kindern Natur näherbringen, aber nicht nur als süße Tierwelt. Sie möchten erklären, wo Fleisch herkommt, warum Wildtiere Abstand brauchen und weshalb echte Natur mehr ist als ein schönes Bild im Kinderzimmer.

Jägerskind erzählt Jagd nicht, um Kinder zum Jagen zu bringen. Wir erzählen Jagd, weil sie viele Fragen berührt, die Kinder ohnehin stellen: über Leben und Tod, über Nahrung, über Rücksicht, über Mut, über Grenzen und über den Platz des Menschen in der Natur.

Unser Manifest

Warum wir Jagd kindgerecht erzählen?

  • Weil Kinder ehrliche Geschichten verdienen.
  • Weil sie verstehen dürfen, dass Fleisch von einem Tier stammt.
  • Weil sie lernen sollen, dass Mitgefühl manchmal bedeutet, Abstand zu halten.
  • Weil der Wald kein Streichelzoo ist, sondern ein Lebensraum.
  • Und weil Naturbildung dort beginnt, wo ein Kind innehält, hinschaut und eine Frage stellt.
Rollenbild

Fürsorge und Klarheit schließen sich nicht aus.

Dabei ist mir auch wichtig, welches Rollenbild Kinder sehen. Ich möchte zeigen, dass eine Frau führen, entscheiden und Verantwortung tragen kann, ohne hart werden zu müssen. Für mich schließen sich Fürsorge und Klarheit nicht aus. Eine Mutter kann wärmen, erklären, Grenzen setzen und gleichzeitig draußen im Revier ihren Platz haben.

Darin liegen für mich Werte, die zeitlos sind:

Ich verstehe sie nicht als starres Bild von früher, sondern als Haltung für heute. Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen Orientierung geben, ohne ihnen das Denken abzunehmen.

Vielleicht begann alles mit einem stillen Morgen auf dem Hochsitz.

Heute ist daraus Jägerskind geworden:

ein kleiner Verlag für Familien, die Natur nicht nur anschauen, sondern verstehen möchten.